Werkbank selber bauen: Die Unterkonstruktion: Teil 1


In diesem Video zeige ich euch wie ihr euch eine robusten und langlebige Werkbank selber bauen könnt. Auf der Werkbank können nachher verschiedene Schraubzwingen befestigt werden, mit denen die Werkstücke sicher fixiert werden können. Eine Multifunktions-Werkbank selber bauen ist sehr einfach und lässt sich kostengünstig umsetzen.

Dieses oder ähnliches Werkzeug braucht ihr dazu

Die weiteren Videos der Video-Reihe: Werkbank selber bauen

Werkbank selber bauen: Eine solide Unterkonstruktion

Ein wesentlicher Aspekt beim Multifunktions-Werkbank selber bauen ist die Wahl und der Bau einer soliden und geeigneten Unterkonstruktion. Diese sorgt nämlich nachher dafür, dass die selbstgebaute Werkbank stabil ist und auch größeren mechanischen Beanspruchungen standhält. Daher ist hier bereits die Wahl des richtigen Konstruktions-Holz ein wichtiger Punkt, den es zu beachten gibt. Hier gibt es im Baumarkt auch ein entsprechendes Angebot an geeigneten Konstruktionshölzern. In meinem Fall nehme ich hier fürs Werkbank selber bauen ein handelsübliches Konstruktionsvollholz (KVH) aus Fichte mit den Massen 6 x 8 cm.

Um diese Konstruktionsbalken nachher sicher miteinander zu verbinden und somit für einen sicheren und soliden Stand der Multifunktions-Werkbank zu sorgen, sollten die Balken mittels einer Verblattung verbunden werden. Dazu sägt man an den entsprechenden Stellen bis zur Hälfte der Balkendicke reichende Ausschnitte, an denen die Balken dann ineinander gesteckt werden können. Dies sorgt dann für eine entsprechende Steifigkeit und Stabilität der Unterkonstruktion.

Werkbank selber bauen: Verblattung der Konstruktionsbalken

Werkbank selber bauen: Verblattung der Konstruktionsbalken

Für den Zusammenbau der einzelnen Konstruktionsbalken, können diese dann zu Hilfe mit Schraubzwingen fixiert werden. Dann sollten die Balken an der Verblattung entsprechend verleimt und mittels Holzschrauben sicher verschraubt werden. Hier eignen sich handelsübliche Holzschrauben mit Senkkopf mit den Massen 8×50. Nach dem Zusammenbau der Unterkonstruktion beim Werkbank selber bauen, sollte dann noch eine Nachbearbeitung des fertigen Gestells erfolgen. So sollten die Verblattungen der Multifunktions-Werkbank entsprechend plan geschliffen werden und das ganze Gestell noch mit einem entsprechendem Holzschutzöl behandelt werden.

Werkbank selber bauen: Die Multifunktions-Arbeitsplatte

Die Arbeitsplatte bildet das Kernstück beim Werkbank selber bauen und auch hier sollte die Wahl einer geeigneten Holzplatte gut überlegt sein. Denn die Arbeitsplatte der Multifunktions-Werkbank wird am meisten beansprucht, daher sollte hier die Wahl auf ein langlebiges und oberflächenstabiles Vollholz wie Kiefer oder Eiche fallen. Spanplatten oder Verbundholzplatten eignen sich hierfür eher nur bedingt, da diese nicht so stabil und langlebig und ausserdem anfällig gegen Feuchtigkeit sind. In meinem Fall habe ich mich daher für massive Eichenplatten entschieden, da diese nicht nur die geforderten Eigenschaften mitbringen sonder auch noch sehr gut aussehen. Sollte das geforderte Format der Platten nicht verfügbar sein, kann man hier problemlos auch einfach mehrere Platten auf Stoß zusammenleimen.

Nach dem Verleimen der einzelnen Arbeitsplatten sind wir dem Werkbank selber bauen schon einen großen Schritt näher gekommen. Nun sollte die Arbeitsfläche noch eine Oberflächenbehandlung gegen Feuchtigkeit und Kratzer erhalten. Dafür nehme ich ein handelsübliches Teakholz-Öl, was die Oberfläche der Werkbank-Arbeitsplatte perfekt versiegelt und vor sichtbaren Kratzern schützt. Ausserdem erhält die Arbeitsplatte dadurch auch noch eine sehr schöne Optik, da durch das Ölen die natürliche Maserung des Holzes noch besser zum Vorschein kommt.

Werkbank selber bauen: Löcher in Arbeitsplatte fräsen

Werkbank selber bauen: Löcher in Arbeitsplatte fräsen

Nach Trockung der Arbeitsplatte der Werkbank geht es beim Werkbank selber bauen nun dran, die Löcher für die Werkbank-Adapter in die Platte zu fräsen. In diese Löcher können nachher die Adapter für Werkbank-Zwingen gesetzt werden und dadurch die Werkstücke auf flexibelste Art und Weise auf der Multifunktions-Werkbank befestigt werden. Ein herkömmliches Festspannen mit Schraubzwingen entfällt dadurch. Um die Löcher in die Platte zu fräsen, nehme ich eine Oberfräse mit passendem Senkfräser. Nach dem Anfräsen des Lochs, bohre ich dabei mit einem herkömmlichen Holzbohrer das Material in der Mitte aus und fräse das Loch dann wieder mit dem Senkfräser zu ende. Dies gewährleistet beim Werkbank selber bauen, dass das Material in der Mitte des Lochs bei ausfräsen nicht verbrennt. Allgemein ist es wichtig beim Fräsen von Vollholz eine niedrigere Drehzahl zu wählen, damit das Holz nicht verbrennt. Nach dem Fräsen der Mutlifunktions-Löcher sollten diese oben noch angefast werden, um Materialausbrüche bei Belastung zu vermeiden.

Multifunktions-Werkbank selber bauen: Die Korpora für die Schubladen

Nach der Unterkonstruktion und der Arbeitsplatte ist das wichtigste beim Werkbank selber bauen, die Schaffung von entsprechenden Staumöglichkeiten, denn diese hat man ja in einer Werkstatt grundsätzlich nie genug. Hierzu hat man im Bereich unter der Arbeitsplatte genug Platz, den man dadurch sinnvoll nutzen kann. Um hier entsprechenden Schubladen zu integrieren, müssen sogenannte Korpora (Mehrzahl von Korpus) gebaut werden, welche nachher in die Unterkonstruktion der Werkbank genau eingepasst werden und in welche dann nachher mittels Schubladenauszügen die Schubladen eingesetzt werden. Ausserdem führen die Korpora dazu, dass die ganze Konstruktion der Werkbank noch steifer und fester wird

Werkbank selber bauen: Korpus für Schubladen

Werkbank selber bauen: Korpus für Schubladen

Für die Korpora beim Werkbank selber bauen nehme ich in diesem Fall wieder günstigere OSB-Platten, da diese nachher nicht mehr zu sehen sind und für den Zweck völlig ausreichend sind. Aus diesen Platten baue ich dann die entsprechenden „Einschubkästen“ die man nachher einfach in die Unterkonstruktion einschieben und mit dieser verschrauben kann. So haben wir dann einen perfekten Korpus, in den die Schubladen dann mittels Schubladenauszügen eingepasst werden können. Dadurch erhalten wir in unserer Multifunktions-Werkbank nachher 8 sehr großzügige Schubkästen, in welchen sogar ganze Maschinen untergebracht werden können.